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Entwicklungshilfe nach Aufforstungs­mass­nah­men ausrichten

MEDIENMITTEILUNG

 

Echter Umweltschutz statt Bürgerbelastung

 

Der Kampf gegen den Klimawandel ist das bestimmende Thema des eidgenössischen Wahlkampfs. Den Forderungen, die im gegenwärtigen Mainstream Auftrieb erhalten und grösstenteils höhere Steuern und mehr Staatsausbau bezwecken (CO2-Steuern, Flugticketabgaben), kann die EDU aus rationaler Sicht wenig abgewinnen. Denn wer garantiert, dass ein aufgeblähter Staat unsere Umwelt wirksam verbessern und geschweige denn die Erdtemperaturen senken kann? Dies erreichen zu wollen, ist schlicht illusorisch. Wesentlich kosteneffizienter ist der neue Vorschlag der EDU: Entwicklungshilfe für Krisenregionen soll zu wesentlichen Teilen die Aufforstung und Begrünung zum Ziel haben.

Die meisten Länder, die zu den Schwerpunktgebieten der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) zählen, leiden unter den Folgen einer zu stark belasteten und geplagten Umwelt. So konkret in der Subsahara und dem Nahen und Mittleren Osten. Dürre, Waldrodung, ungelöste Abfallentsorgung oder Desertifikation (Ausbreitung von Wüsten) gefährden die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen und sind oftmals eine direkte Ursache für Hungersnöte, fehlenden Wohlstand und gehemmte Entwicklungsperspektiven. Diese Faktoren sind wiederum die Auslöser für bewaffnete Konflikte, Unruhen, die Ausbreitung von Krankheiten und ein Haupttreiber der aus der Dritten Welt ausgehenden Völkerwanderung nach Europa.

Nebst zahlreichen anderen Massnahmen, die unbestreitbar auch nötig sind, liegt ein wichtiger Beitrag darin, die Lebensgrundlagen dieser geplagten Menschen zu verbessern. Dort, wo sich Dürren und Wüstengebiete ausdehnen, werden die Grundlagen am wirkungsvollsten verbessert, indem Wälder aufgeforstet und nützliche, zur hiesigen Flora passende Pflanzen angesiedelt werden. Wie es geht, zeigte kürzlich Äthiopien, das hunderte Millionen von Bäumen gepflanzt hat. Der Landwirtschaftsminister begründete die Grossoffensive wie folgt: «Äthiopien wird immer anfälliger für Klimaschocks; Wasserstände schrumpfen, und die Fruchtbarkeit des Bodens ist wegen des Mangels an Bewaldung beeinträchtigt.» Wie in vielen weniger entwickelten Staaten, ist in Äthiopien der Anteil der bewaldeten Landfläche in den letzten Jahrzehnten stark gesunken.

Speziell in den afrikanischen, arabischen und asiatischen Wüstenregionen besteht ein riesiges Potenzial, um im grossen Stil Bäume zu pflanzen, welche die Vegetation beleben und nicht zuletzt einen starken Anteil zur Bindung von CO2 leisten würden. Das Wissen und die Technologien sind glücklicherweise vorhanden – nur fehlt es meist am Geld, dass solche Begrünungsinitiativen praktisch umgesetzt werden. Gerade Israel hat es vorgemacht, wie mit einer klugen «Begrünungspolitik» Erfolge erzielt werden können.

Die EDU plädiert dafür, ein Massnahmenpaket auszuarbeiten, das die Schweizer Entwicklungshilfe schwerpunktmässig auf Aufforstungsmassnahmen hin ausrichtet. Gelder, die in Bäume und Pflanzen investiert werden, geben Menschen eine Perspektive, da die lokale Bevölkerung in diese Aufforstungsprojekte mit einbezogen werden soll. Durch die damit einhergehende Aufwertung der Umwelt werden die Grundlagen für die lokalen Landwirtschaften optimiert – und erst noch messbare Erfolge in der Reduktion von CO2 erzielt.

Die EDU wird einen konkreten Forderungskatalog erarbeiten, dem sie politisch zum Durchbruch verhelfen will.

Für weitere Auskünfte:
Hans Moser, Präsident EDU Schweiz, 079 610 42 37
Roland Haldimann, Vizepräsident EDU Schweiz, 079 435 36 40